Must Stay
Im Dampf der Caldeiras zwischen Feuersee & Zwillingsseen auf São Miguel
Must Do
Lavahöhlen & Nature Hike über Gipfel auf Pico Island
Must See
Faials Vulkankrater & schwarze Sandstrände


Der Flug nach Ponta Delgada erinnert dich auf die beste Art daran, wie weit draußen im Atlantik diese Inseln liegen. Genug Zeit, um sich vorzustellen, was wartet. Spoiler: Die Realität hält, was die Karte verspricht. Ankunft in Ponta Delgada und direkt weiter: Der Mietwagen wartet, São Miguel auch. Die größte Azoreninsel entfaltet sich am besten auf eigene Faust: kurvenreiche Küstenstraßen, Krater hinter jeder Anhöhe, Grün in mehr Schattierungen als du zählen kannst. Du bestimmst, wo du anhältst.
Die Straße folgt den Hügeln, vorbei an sattgrünen Wiesen und neugierigen Kühen, bis die Nordküste auftaucht und mit ihr der Atlantik, so weit das Auge reicht. Hier verlangsamt sich alles von selbst.
Setz dich hin, schau raus. Was du daraus machst, liegt bei dir.
Erster Stop: Lagoa do Canário. Der Weg führt durch mystischen Lorbeerwald – still, ein bisschen verwunschen, mit Froschkonzert inklusive. Ein Vorgeschmack auf das, was noch kommt.
Dann Sete Cidades. Die Zwillingsseen liegen tief im Krater: einer kräftig blau, der andere türkis – nebeneinander, als hätte jemand zwei verschiedene Meere übereinandergelegt. Der Weg entlang der Kraterränder führt hoch genug, um beides auf einmal zu sehen. Nimm dir Zeit hier.
Weiter zur rauen Nordwestküste beim Miradouro da Ponta do Escalvado – Klippen, Wind, der Atlantik in seiner ungeschminktesten Form. Und kurz dahinter: Mosteiros, ein ehemaliges Fischerdorf, wo das Meer sich in die Lavafelsen gefressen und kleine Naturpools hinterlassen hat. Ob du reingehst, entscheidest du selbst.
Furnas liegt in einem Tal, das noch nicht ganz aufgehört hat, Vulkan zu sein. Im Vale das Furnas brodeln die Caldeiras vor sich hin – Schwefelgeruch, knarzender Boden, wirbelnder Dampf. Als würde tief unten ein schläfriger Drache atmen.
Gleich daneben: der Terra Nostra Park, mit seinen Thermalbädern, die bis zu 40°C warm sind und einer Pflanzenvielfalt, die sich anfühlt wie ein botanischer Garten am falschen Ende der Erde. Danach lohnt sich ein Abstecher zum Furnas-See – dem zweitgrößten der Insel, still und dunkelgrün, umgeben von bewaldeten Hängen.
Furnas ist kein Highlight zum Abhaken. Wie lange du bleibst, liegt bei dir.
Der Lagoa das Furnas liegt gleich nebenan – still, dunkelgrün, ein guter Moment zum Durchatmen. Die Straße zurück führt durch Obstplantagen, eine nach der anderen, bis Vila Franca do Campo auftaucht. Strand, Viewpoints, ein historisches Museum und du entscheidest, was davon dein Nachmittag wird.
Wer auf dem Rückweg noch einen Umweg nimmt, wird belohnt: Der Miradouro da Lagoa do Fogo gibt den Blick frei auf den Feuersee: azurblau, still, tief im Krater. Eines der stärksten Bilder der Insel.
Trinkst du morgens lieber Kaffee oder Tee? Falls es Letzteres ist, solltest du heute unbedingt einen Halt bei der Teefabrik Chá Gorreana machen. Hier findest du die einzige Teeplantage Europas – definitiv einen Besuch wert (optional, zahlbar vor Ort)! Nachdem du dich mit deinen Lieblingssorten versorgt hast, geht es weiter zum Highlight des Tages, dem Naturpark Ribeira dos Caldeirões. Verschlungene Waldpfade durch immergrüne Vegetation wecken dein Forscherherz und verführen dich zu einem kleinen Abenteuer. Begleitet von bunten Blumen kommst du deinem Ziel immer näher: Plätschernde Wasserfälle kreieren eine paradiesische Atmosphäre, während die Wassertropfen im Sonnenlicht reflektieren und Regenbogenfarben herbeizaubern. Weiter geht’s danach Richtung Nordeste, wo ein Aussichtspunkt den nächsten übertrifft. Mach zum Beispiel Halt am Miradouro da Ponta do Sossego oder am Miradouro da Ponta da Madrugada und lass dich von den üppig grünen Klippen und dem wunderschönen Blütenmeer direkt am Atlantik verzaubern.
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Grand Hotel Açores Atlântico